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Flache Illustration eines Tisches mit pinken Turnschuhen, einem Smartphone mit leerem Bildschirm, einer Papiertüte mit leerem Preisschild, einer kleinen Balkenwaage und einigen Münzen.

Politik-Wirtschaft · Niedersachsen · Sek I

Konsum, Markt und Preis: Konsumentscheidungen Jugendlicher

Eine Unterrichtsreihe für Politik-Wirtschaft in Klasse 8 am Gymnasium zum Gegenstandsbereich Konsumentscheidungen Jugendlicher. Die Schülerinnen und Schüler planen ein Budget und rechnen mit aktuellen Inflationszahlen, analysieren Werbung mit der AIDA-Formel, ordnen Fälle mit dem Taschengeldparagrafen und weiteren Paragrafen des BGB rechtlich ein, erläutern die Preisbildung im Marktmodell mit einem interaktiven Diagramm, erklären den einfachen Wirtschaftskreislauf und prüfen Konsumentscheidungen auf ökonomische, ökologische und soziale Risiken.

Klassen
8
Schulformen
Gymnasium
Umfang
8 Unterrichtsstunden
Fach
Politik-Wirtschaft
Bundesland
Niedersachsen

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Lernziele

  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Einkommensquellen Jugendlicher und Möglichkeiten der Einkommensverwendung und erstellen einen Budgetplan.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten und erklären Marketingstrategien anhand von Werbung.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben rechtliche Rahmenbedingungen des Konsums und ordnen jugendspezifische Fälle mithilfe des BGB rechtlich ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Funktionen von Märkten und Preisen und erläutern die Preisbildung mithilfe des Marktmodells.
  • Die Schülerinnen und Schüler erklären einen einfachen Wirtschaftskreislauf.
  • Die Schülerinnen und Schüler überprüfen Konsumentscheidungen kriterienorientiert auf soziale, ökonomische und ökologische Risiken und überprüfen Ergebnisse von Marktprozessen.

Bezug zum Kerncurriculum

Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgänge 8–10 Politik-Wirtschaft (Niedersachsen, 2015) (öffnet eine externe Seite)

  • Inhaltsbereich: Konsumentscheidungen Jugendlicher
  • Kompetenzerwartung: beschreiben Einkommensquellen und Möglichkeiten der Einkommensverwendung.
  • Kompetenzerwartung: beschreiben Einflussfaktoren auf das Konsumverhalten Jugendlicher.
  • Kompetenzerwartung: beschreiben rechtliche Rahmenbedingungen für den Konsum Jugendlicher.
  • Kompetenzerwartung: beschreiben Funktionen von Märkten und Preisen.
  • Kompetenzerwartung: erklären einen einfachen Wirtschaftskreislauf.
  • Kompetenzerwartung: erklären Marketingstrategien anhand von Werbung.
  • Kompetenzerwartung: ordnen einen jugendspezifischen Fall mithilfe von Gesetzestexten rechtlich ein.
  • Kompetenzerwartung: erläutern die Preisbildung mithilfe des Marktmodells.
  • Kompetenzerwartung: überprüfen kriterienorientiert Konsumentscheidungen Jugendlicher auch im Hinblick auf soziale, ökonomische und ökologische Konsumrisiken.
  • Kompetenzerwartung: überprüfen wesentliche Ergebnisse von Marktprozessen.

Ablauf

  1. Abschnitt 1

    Bedürfnisse, Einkommen und Budget

    Bedürfnisse und Knappheit, Einkommensquellen Jugendlicher, Jugendarbeitsschutz, Budgetplan, Inflation 2025.

    • Lektion

      Taschengeld, Einkommen und Budgetplan

      Neue Kopfhörer, ein Kinobesuch mit Freunden, ein Spiel für die Konsole und dann noch Geld für das Geburtstagsgeschenk der Schwester: Die Wünsche…

    • Aufgabe

      Mein Sparplan

      Wähle einen Wunsch, der zwischen 50 und 200 Euro kostet, oder nimm die fiktive Person Mia aus der Lektion.

      1. Erstelle einen Budgetplan für einen Monat mit Einnahmen sowie festen und variablen Ausgaben.
      2. Berechne, wie viele Monate du sparen musst.
      3. Nenne zwei Wege, schneller ans Ziel zu kommen, und ihre Nachteile.

      Lade deinen Plan hoch. Du musst keine echten Beträge aus deiner Familie verwenden.

  2. Abschnitt 2

    Werbung und Konsumverhalten

    Einflussfaktoren, Marketing, AIDA-Formel, Influencer, personalisierte Werbung, In-App-Käufe, Kennzeichnungspflicht.

  3. Abschnitt 3

    Geschäftsfähigkeit und Taschengeldparagraf

    Kaufvertrag, Stufen der Geschäftsfähigkeit, Einwilligung und Genehmigung, § 110 BGB, Widerrufsrecht, Fallarbeit.

  4. Abschnitt 4

    Markt und Preisbildung

    Markt, Angebot und Nachfrage, Marktgleichgewicht, Überhänge, Verschiebungen, interaktives Diagramm, Funktionen des Preises.

  5. Abschnitt 5

    Wirtschaftskreislauf und nachhaltiger Konsum

    Einfacher Wirtschaftskreislauf, ökonomische, ökologische und soziale Konsumrisiken, nachhaltiger Konsum, kriterienorientierte Prüfung.

    • Lektion

      Einfacher Wirtschaftskreislauf und nachhaltiger Konsum

      Wenn du in der Bäckerei ein Brötchen kaufst, bekommt die Bäckerei dein Geld. Davon zahlt sie den Lohn ihrer Verkäuferin, die damit wieder einkauft…

    • Tipp

      Ein Modell ist eine bewusste Vereinfachung. Der einfache Wirtschaftskreislauf lässt Staat, Banken und Ausland weg, damit das Grundprinzip sichtbar wird.

  6. Abschnitt 6

    Selbsttest: Konsumentscheidungen

    Fünf Fragen vor einem Kauf, typische Fehler, Fall durch alle Bereiche, Marktergebnisse überprüfen, Übungsmix.

Hinweise für Lehrkräfte

Einordnung in das Kerncurriculum

Das Kerncurriculum Politik-Wirtschaft für das Gymnasium (2015) nennt für Schuljahrgang 8 den Gegenstandsbereich „Konsumentscheidungen Jugendlicher“ mit dem Basiskonzept „Motive und Anreize“ und den Fachkonzepten Nachhaltigkeit, Knappheit und Werte. Die Reihe deckt alle Kompetenzerwartungen dieses Bereichs ab: Einkommensquellen und Einkommensverwendung, Einflussfaktoren, rechtliche Rahmenbedingungen, Funktionen von Märkten und Preisen (Sachkompetenz), Wirtschaftskreislauf, Marketingstrategien, rechtliche Einordnung eines Falls, Marktmodell (Methodenkompetenz) sowie die Überprüfung von Konsumentscheidungen und Marktergebnissen (Urteilskompetenz).

Zeitplan (8 Stunden)

StundeAbschnitt
1Bedürfnisse, Knappheit, Einkommen, Budget
2Einflussfaktoren und Werbung
3–4Geschäftsfähigkeit und Taschengeldparagraf, Fallarbeit
5Markt und Preisbildung
6–7Wirtschaftskreislauf, Konsumrisiken, nachhaltiger Konsum
8Selbsttest

Hinweise

  • Sensibilität beim Thema Geld: Taschengeld und Konsummöglichkeiten sind sehr unterschiedlich. Arbeiten Sie mit den fiktiven Personen der Lektionen und verlangen Sie keine Angaben über das eigene Taschengeld. Die Aufgaben zum eigenen Konsum sind freiwillig anonymisierbar.
  • Aktualität: Die Inflationszahlen stammen aus der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 16. Januar 2026 (Jahr 2025), die Zahlen zur Kinderarbeit aus dem Bericht von ILO und UNICEF vom 11. Juni 2025. Aktualisieren Sie sie bei Bedarf.
  • Recht: Die Fälle sind vereinfacht. Der Kauf eines Geschäftsunfähigen ist nach § 105 BGB nichtig, in der Praxis werden Kleinkäufe oft über die Botenrolle des Kindes gelöst. Das ist in Lösung 4 a angedeutet.
  • Beutelsbacher Konsens: Die Reihe gibt keine Konsumvorschriften. Nachhaltiger Konsum erscheint als begründbare Option mit Zielkonflikten, nicht als moralische Pflicht.

Typische Fehlvorstellungen

  • „Mit Taschengeld kann man alles kaufen.“ § 110 BGB gilt nur bei sofortiger vollständiger Bezahlung und nicht gegen ausdrückliche Verbote der Eltern.
  • „Preise legt allein der Verkäufer fest.“ Im Modell bildet sich der Preis aus Angebot und Nachfrage.
  • „Ein Modell ist die Wirklichkeit.“ Marktmodell und Wirtschaftskreislauf sind bewusste Vereinfachungen.

Differenzierung

  • Grundlegend: Budgetvorlage, Fallkarten mit Prüfschema zur Geschäftsfähigkeit, Marktmodell nur qualitativ.
  • Erweitert: Gleichgewicht berechnen, Verschiebungen im interaktiven Diagramm erklären, erweiterter Wirtschaftskreislauf als Ausblick.
  • Sprachbildung: Prüfschema für Rechtsfälle (Alter, Geschäftsfähigkeit, Einwilligung, § 110, Ergebnis).

Operatoren

Die Aufgaben verwenden die Operatoren aus Anhang A1 des Kerncurriculums: beschreiben, erklären, erläutern, einordnen, überprüfen, Stellung nehmen.

Häufige Fragen

In welcher Klasse werden Konsumentscheidungen Jugendlicher in Niedersachsen unterrichtet?

Am Gymnasium in Schuljahrgang 8, dem ersten Jahr des Fachs Politik-Wirtschaft. Das Kerncurriculum nennt den Gegenstandsbereich ausdrücklich für das Ende von Jahrgang 8.

Müssen die Schülerinnen und Schüler über ihr eigenes Geld sprechen?

Nein. Alle Aufgaben funktionieren mit den fiktiven Personen der Lektionen. Eigene Beispiele sind freiwillig.

Wie viele Stunden plane ich ein?

Acht Unterrichtsstunden. Ohne die Schreibaufgabe zum Sparplan und mit kürzerer Fallarbeit genügen sechs.

Wie aktuell sind die Zahlen?

Die Inflationszahlen beziehen sich auf das Jahr 2025 (Statistisches Bundesamt, Januar 2026). Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob neuere Jahreswerte vorliegen.

Quellen

Bildnachweise

  • Titelbild: KI-generiert
  • Preis-Mengen-Diagramm mit fallender Nachfragekurve und steigender Angebotskurve, die sich im Marktgleichgewicht schneiden.: Eigene Darstellung
  • Einfacher Wirtschaftskreislauf zwischen privaten Haushalten und Unternehmen mit Güterstrom (Arbeitskraft, Waren) und Geldstrom (Lohn, Konsumausgaben).: Eigene Darstellung

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