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Aus der Vorlage Eine Geschichte schreiben

Spannend erzählen: Verben, Gefühle, Satzanfänge

Lektion 3 von 5

Darum geht es

Lies diese zwei Beispiele:

„Ich ging in den Keller. Da war ein Geräusch.“

„Ich schlich die Kellertreppe hinunter. Plötzlich hörte ich ein leises Kratzen.“

Welches ist spannender? Das zweite. Es verwendet genaue Wörter. In dieser Lektion lernst du vier Werkzeuge für spannendes Erzählen.

Erklärung

Werkzeug 1: Treffende Verben

Manche Verben sind langweilig, weil man sie überall benutzt: gehen, sagen, machen. Such genauere Wörter aus dem Wortfeld.

  • gehen: schleichen, rennen, stapfen, schlendern, huschen
  • sagen: flüstern, rufen, fragen, murmeln, schreien

Werkzeug 2: Gefühle zeigen

Schreib nicht nur „Ich hatte Angst“. Zeig, wie sich die Angst anfühlt:

  • Mein Herz klopfte bis zum Hals.
  • Meine Knie zitterten.
  • Ich hielt die Luft an.

Werkzeug 3: Abwechslungsreiche Satzanfänge

Viele Kinder beginnen jeden Satz mit „Dann“ oder „Und dann“. Das wird schnell langweilig. Probier andere Satzanfänge:

Plötzlich, Auf einmal, Kurz darauf, Danach, In diesem Moment, Zum Glück, Endlich

Werkzeug 4: Die richtige Zeitform

Geschichten erzählst du meistens in der Vergangenheit. Die Zeitform heißt Präteritum: ich ging, ich sah, sie rief, wir liefen. Bleib in der ganzen Geschichte bei dieser Zeitform.

Beispiele

Beispiel 1: Vorher und nachher

Vorher: Dann ging ich in den Wald. Dann sah ich etwas. Dann hatte ich Angst. Dann lief ich weg.

Nachher: Langsam stapfte ich durch den Wald. Auf einmal bewegte sich etwas hinter einem Baum. Meine Hände wurden ganz kalt. So schnell ich konnte, rannte ich zurück zum Weg.

Was hat sich verändert? Die Satzanfänge wechseln. Die Verben sind genauer. Die Angst wird gezeigt.

Beispiel 2: Zeitform prüfen

Falsch: Ich öffnete die Tür. Da sitzt eine Katze auf dem Sofa.

Richtig: Ich öffnete die Tür. Da saß eine Katze auf dem Sofa.

Merksatz

Merke: Spannend erzählst du mit treffenden Verben, mit Gefühlen, die man sich vorstellen kann, und mit abwechslungsreichen Satzanfängen. Erzähl im Präteritum.

Übungen

Aufgabe 1 ★ Finde drei bessere Wörter für „gehen“. Schreib mit jedem einen Satz.

Aufgabe 2 ★ Ersetze „sagte“ durch ein genaueres Verb. „Psst, da ist jemand“, sagte Lea. „Hilfe, ich falle“, sagte Max.

Aufgabe 3 ★★ Schreib die Sätze mit anderen Satzanfängen neu. Dann klingelte es. Dann öffnete ich die Tür. Dann stand mein Opa da.

Aufgabe 4 ★★ Zeig das Gefühl, ohne das Wort zu nennen. a) Ich freute mich. b) Ich war müde.

Aufgabe 5 ★★★ Setz die Verben ins Präteritum. Ich (laufen) zum Fenster. Draußen (stehen) ein Pferd. Es (fressen) unsere Blumen.

Lösungen

Aufgabe 1: Zum Beispiel: Ich schlich in mein Zimmer. Wir schlenderten durch die Stadt. Der Junge rannte zum Bus.

Aufgabe 2: „Psst, da ist jemand“, flüsterte Lea. „Hilfe, ich falle“, schrie Max.

Aufgabe 3: Zum Beispiel: Auf einmal klingelte es. Neugierig öffnete ich die Tür. Vor mir stand mein Opa.

Aufgabe 4: Zum Beispiel: a) Ich hüpfte vor Freude durch das ganze Zimmer. b) Meine Augen fielen immer wieder zu.

Aufgabe 5: Ich lief zum Fenster. Draußen stand ein Pferd. Es fraß unsere Blumen.

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