Einstieg
Igel leben gern in Gärten und Parks. Dort leben aber auch Menschen. Manchmal wird es für den Igel dort gefährlich. Was kannst du tun, damit Igel gut leben können?
Gefahren für den Igel
- Straßen: Viele Igel werden von Autos überfahren. Einrollen hilft gegen ein Auto nicht.
- Mähroboter und Rasentrimmer: Sie verletzen Igel, die sich im Gras verstecken. Besonders gefährlich ist es, wenn sie in der Dämmerung oder nachts fahren.
- Gift: Schneckenkorn und andere Gifte töten die Tiere, die der Igel frisst. Manchmal vergiften sie auch den Igel.
- Löcher und Schächte: Ein Igel fällt hinein und kommt allein nicht wieder heraus.
- Gärten aus Steinen: Dort findet der Igel weder Futter noch Verstecke.
So hilfst du dem Igel
- Einen Haufen aus Laub und Zweigen liegen lassen. Das ist ein Versteck und ein Winterquartier.
- Hecken und wilde Ecken im Garten erhalten. Dort leben Käfer und Würmer.
- Eine flache Schale mit Wasser hinstellen. Keine Milch.
- Ein kleines Loch im Zaun lassen, damit der Igel von Garten zu Garten laufen kann.
- Erwachsene bitten, den Mähroboter nur am Tag fahren zu lassen.
Braucht dieser Igel Hilfe?
Ein Igel ist ein Wildtier. Er steht unter Schutz. Einen gesunden Igel darfst du nicht mitnehmen. Hilfe braucht ein Igel nur, wenn er:
- verletzt ist,
- am Tag herumtaumelt oder in der Sonne liegt,
- sehr klein ist und bei Frost oder Schnee herumläuft.
Fass den Igel nicht selbst an. Hol einen Erwachsenen. Er kann eine Igelstation oder eine Tierarztpraxis anrufen und fragen, was zu tun ist.
Beispiele
Beispiel 1: Die Klasse 3b baut auf dem Schulhof einen Laubhaufen in eine ruhige Ecke. Sie legen Zweige darüber, damit der Wind das Laub nicht wegweht. Im Frühling sehen sie Igelspuren im Sand daneben.
Beispiel 2: Ben sieht mittags einen Igel, der auf dem Rasen hin und her wackelt. Ein Igel ist am Tag nicht unterwegs, wenn es ihm gut geht. Ben holt seine Mutter. Sie ruft die Igelstation an.
Merksatz
Igel brauchen Verstecke, Laub, Hecken und Wasser. Einen gesunden Igel lässt du in Ruhe. Ist ein Igel verletzt oder am Tag unterwegs, holst du einen Erwachsenen.
Übungen: Alles über den Igel
- ★ Nenne zwei Gefahren für Igel.
- ★ Nenne zwei Dinge, mit denen du einem Igel im Garten hilfst.
- ★★ Richtig oder falsch? a) Igel bekommen Milch. b) Ein Laubhaufen ist ein gutes Winterquartier. c) Einen gesunden Igel nimmt man mit nach Hause.
- ★★ Ein Igel läuft nachts über den Rasen. Braucht er Hilfe? Begründe.
- ★★★ Plane für deinen Schulhof eine Igelecke. Was muss hinein? Wo soll sie liegen?
- ★★★ Selbsttest: Erkläre einem anderen Kind in vier Sätzen, wie der Igel gebaut ist, was er frisst und was er im Winter macht.
Lösungen
- Zum Beispiel Autos, Mähroboter, Gift, Schächte, Gärten aus Steinen.
- Zum Beispiel Laubhaufen, Hecke, flache Wasserschale, Loch im Zaun.
- a) falsch, Milch macht Igel krank. b) richtig. c) falsch, Igel sind geschützte Wildtiere.
- Nein. Igel sind nachtaktiv. Nachts unterwegs zu sein ist normal.
- Eine ruhige Ecke, wo wenige Kinder laufen. Ein Haufen aus Laub und Zweigen, eine Hecke oder Sträucher in der Nähe, eine flache Wasserschale im Sommer. Kein Gift und kein Mäher in der Nähe.
- Zum Beispiel: Der Igel hat Stacheln auf dem Rücken und Fell am Bauch. Er frisst Käfer, Würmer und Schnecken. Im Herbst frisst er sich ein Fettpolster an. Im Winter hält er Winterschlaf in einem Laubnest.