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Aus der Vorlage Wasser: Aggregatzustände und Wasserkreislauf

Verdunsten und Kondensieren: Wohin verschwindet die Pfütze?

Lektion 3 von 5

Einstieg

Am Morgen hängt die nasse Wäsche auf der Leine. Am Abend ist sie trocken. Wohin ist das Wasser verschwunden?

Verdunsten

Das Wasser ist nicht verschwunden. Es ist verdunstet. Dabei wird aus flüssigem Wasser unsichtbarer Wasserdampf. Der Wasserdampf ist jetzt in der Luft.

Wasser verdunstet nicht nur, wenn es heiß ist. Es verdunstet auch an kühlen Tagen, nur langsamer.

Wasser verdunstet schneller, wenn

  • es warm ist,
  • Wind weht,
  • das Wasser auf einer großen Fläche verteilt ist.

Kondensieren

Kühlt Wasserdampf ab, wird er wieder zu kleinen Wassertropfen. Das heißt kondensieren. Du siehst das an kalten Dingen:

  • Der Spiegel im Bad beschlägt beim Duschen.
  • Ein kaltes Glas wird außen nass.
  • Du hauchst gegen eine kalte Fensterscheibe. Sie wird trüb.

Ist das weiße Wölkchen über dem Topf Wasserdampf?

Wenn Wasser kocht, siehst du darüber weiße Schwaden. Viele nennen das „Dampf“. Das sind aber schon winzige Wassertröpfchen. Der echte Wasserdampf ist unsichtbar. Er ist ganz nah an der Öffnung, wo du nichts siehst. Erst ein Stück darüber kühlt er ab und kondensiert zu kleinen Tröpfchen.

Kochendes Wasser ist sehr heiß. Deine Lehrkraft bereitet warmes Wasser vor. Heißes Wasser und Wasserkocher fasst du nicht an.

Versuch: Die verschwundene Pfütze

Du brauchst: zwei gleiche Teller, Wasser, einen Messbecher, Kreide oder einen abwaschbaren Stift.

  1. Gieße in jeden Teller gleich viel Wasser.
  2. Stelle einen Teller auf die warme Fensterbank, den anderen in eine kühle Ecke.
  3. Markiere den Wasserrand am Teller.
  4. Schau am nächsten Tag nach und markiere wieder.

Ergebnis: Am warmen Ort ist mehr Wasser verdunstet.

Beispiele

Beispiel 1: Lena hängt ein nasses Handtuch ausgebreitet auf. Ein zweites lässt sie zusammengeknüllt liegen. Das ausgebreitete Handtuch ist zuerst trocken. Das Wasser ist auf einer großen Fläche verteilt.

Beispiel 2: Ali kommt im Winter in die warme Klasse. Seine Brille beschlägt sofort. Der Wasserdampf in der warmen Luft kondensiert an den kalten Gläsern.

Merksatz

Beim Verdunsten wird Wasser zu unsichtbarem Wasserdampf. Wärme, Wind und eine große Fläche machen es schneller. Beim Kondensieren wird Wasserdampf an kalten Stellen wieder zu Wassertropfen.

Übungen

  1. ★ Was passiert mit dem Wasser in nasser Wäsche?
  2. ★ Nenne zwei Orte, an denen Wasserdampf kondensiert.
  3. ★★ Wo trocknet eine Pfütze schneller: an einem warmen, windigen Tag oder an einem kühlen Tag ohne Wind? Begründe.
  4. ★★ Warum beschlägt eine Brille, wenn man im Winter in einen warmen Raum kommt?
  5. ★★★ Sara sagt: „Die weiße Wolke über dem Wasserkocher ist Wasserdampf.“ Was antwortest du?
  6. ★★★ Plane einen Versuch: Trocknet ein nasser Lappen schneller ausgebreitet oder zusammengeknüllt?

Lösungen

  1. Es verdunstet und ist als Wasserdampf in der Luft.
  2. Zum Beispiel Badezimmerspiegel, kaltes Glas, Fensterscheibe, Brille.
  3. Am warmen, windigen Tag. Wärme und Wind lassen Wasser schneller verdunsten.
  4. Die Brille ist kalt. Der Wasserdampf in der warmen Luft kondensiert an den Gläsern zu kleinen Tropfen.
  5. Wasserdampf ist unsichtbar. Die weiße Wolke besteht aus winzigen Wassertröpfchen. Dort ist der Dampf schon kondensiert.
  6. Zwei gleiche Lappen gleich nass machen. Einen ausbreiten, einen zusammenknüllen. Beide an denselben Ort legen und nach einer Stunde fühlen. Der ausgebreitete ist trockener.

Zur Vorlage: Wasser: Aggregatzustände und Wasserkreislauf

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